System der Lebewesen (Stefan Hintsche 2020)

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Mammalia > Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nesolagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Poelagus

 

 

 

 

 

 

Leporidae

 

 

 

 

 

 

Pronolagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Romerolagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lepus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brachylagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sylvilagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bunolagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pentalagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Caprolagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oryctolagus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

            Familia Leporidae Fischer von Waldheim, 1814 (Familie Hasen/Family Hares & Rabbits):

-          78 Arten; nominotypische Gattung Lepus Linnaeus, 1758; nominotypische Art Lepus timidus Linnaeus, 1758; der hier verwendete Stammbaum basiert auf den Untersuchungen von Matthee et al. (2004) und Robinson & Matthee (2005).

-          Taxonomie: Die Familie wurde von Fischer 1814 und 1817 als Familia Leporinorum eingeführt. Gray (1821) änderte den Familiennamen wenig später in Leporidae um. Der Ursprung der Familie liegt in Asien und die ältesten Nachweise stammen bereits aus dem Eozän.

-          Identifizierung/Beschreibung: Mittelgroße Säugetiere (23-68 cm) mit verkürztem, aber gut sichtbarem Schwanz, behaarten Sohlen, langen Ohren, großen Augen verlängerter Nasenregion, gespaltener Oberlippe und im Verhältnis zu den Vorderbeinen meist deutlich verlängerten Hinterbeinen; meist 28 Zähne (I 2/1 C 0/0 P 3/2 M 2-3/3); Stirnbein (Frontale) mit großem Hinteraugenfortsatz (Processus postorbitalis); Schlüsselbein (Clavicula) außer bei der Gattung Romerolagus nur rudimentär ausgebildet; zwei Paar freie Rippen; Becken mit Schambeinfuge (Symphyse pubica); Elle (Ulna) am äußeren Ende reduziert; die Enden (Epiphysen) von Elle (Ulna) und Speiche (Radius) sind als einzelne Handgelenkknochen ausgebildet; Fell weich, kurz bis mittellang, meist rötlich- bis graubraun, unterseits heller, seltener weiß, zum Teil abhängig von der Jahreszeit; Chromosomenzahl 2n = 38 bis 52.

-          Biologie: Anpassung vor allem an offene Landschaften bis 5.400 m Höhe; verlängerte Hinterbeine erlauben schnelle Fortbewegung im offenen Gelände; hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv; Hasen und Kaninchen unterscheiden sich in der Reproduktionsbiologie, wobei die Trivialnamen mancher Arten nicht ordentlich zwischen beiden Typen unterscheiden; Kaninchen sind Nesthocker (altrizial), werden nach einer eher kurzen Tragzeit nackt und mit geschlossenen Augen, die sich nach 4-10 Tagen öffnen, geboren; Hasen sind Nestflüchter (präkozial), besitzen eine längere Tragzeit und werden behaart und mit offenen Augen geboren. Lebenserwartung je nach Art zwei bis zwölf Jahre.

-          Bestand: 2 Arten Vom Aussterben bedroht; 10 Arten Stark gefährdet; 8 Arten Gefährdet; 2 Arten Potenziell gefährdet (Vorwarnliste); 39 Arten Nicht gefährdet; 4 Arten Daten defizitär; 13 Arten Nicht bewertet; Gefährdung durch Lebensraumzerstörung, Jagd und Bekämpfung als Schädlinge.

-          Verbreitung: Nord- und Südamerika, Europa, Asien, Afrika, einige Arten auf Inseln und in Australien eingeführt.

-          Literatur: Angermann (2015); Fischer (1814, 1817); Gray (1821); Linnaeus (1758); Matthee et al. (2004); Mickoleit (2004); Robinson & Matthee (2005); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Genus Nesolagus Forsyth Major, 1899 (Gattung Streifenkaninchen/Genus Striped Rabbits):

-          2 Arten; Generotypus Nesolagus netscheri (Schlegel, 1880).

-          Taxonomie: Der Fund der fossilen Art Chinesisches Streifenkaninchen (Nesolagus sinensis Jin, Tomida, Wang & Zhang, 2010) lässt einen Ursprung der Gattung im südwestliche China vermuten. Nach genetischen Untersuchungen trennten sich die beiden rezenten Arten im Pliozän vor etwa 8 Millionen Jahren (Surridge et al. 1999), was eine Aufteilung in zwei unterschiedliche Gattungen rechtfertigen würde. Allerdings sind sich durch die Konservierung ursprünglicher Merkmale morphologisch sehr ähnlich. 

-          Bestand: 1 Art Stark gefährdet; 1 Art Daten defizitär.

-          Verbreitung: Südostasien (Vietnam, Laos, Indonesien: Sumatra).

-          Literatur: Forsyth Major (1899); Jin et al. (2010); Surridge et al. (1999).

 

            Genus Poelagus St. Leger, 1932 (Gattung Buschkaninchen/Genus Bunyoro Rabbits):

-          1 Art; Generotypus Poelagus marjorita (St. Leger, 1929).

-          Taxonomie: Als neue Gattung für das Buschkaninchen beschrieben, wurde Poelagus zeitweise auch als Untergattung in Pronolagus (Ellerman & Morrison-Scott, 1951) oder Caprolagus eingeordnet.

-          Bestand: 1 Art Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Zentralafrika (DR Kongo; Sudan; Südsudan; Uganda; möglicherweise auch Zentralafrikanische Republik).

-          Literatur: Ellerman & Morrison-Scott (1951); Hoffman & Smith (2005); Kingdon (1974); St. Leger (1929, 1932).

 

            Genus Pronolagus Lyon, 1904 (Gattung Wollschwanzhasen/Genus Red Rock Hares):

-          4 Arten; Stammbaum nach Matthee et al. (2004).

-          Alternative Bezeichnung: Rotkaninchen, Rothasen.

-          Literatur: Lyon (1904); Matthee et al. (2004).

 

            Genus Romerolagus Merriam, 1896 (Gattung Vulkankaninchen/Genus Volcano Rabbits):

-          1 Art; Generotypus ursprünglich Romerolagus nelsoni Merriam, 1896, wird aber als Synonym von Romerolagus diazi (Ferrari-Pérez in Díaz, 1893) betrachtet. Die Gattung wurde nach Don Matias Romero, dem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister von Mexiko benannt.

-          Taxonomie: Ob die Gattung Romerolagus einen besonders ursprünglichen Repräsentanten der rezenten Hasen und Kaninchen darstellt oder einfach besondere Spezialisierungen aufweist, ist immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen (Corbet, 1983; Fa & Bell, 1990). Genetische Analysen weisen Romerolagus eine mittlere Position im Stammbaum der Hasen zu, zwischen dem Basalzweig aus Nesolagus, Peolagus, Pronolagus und dem Zweig der echten Hasen und Kaninchen (Lepus, Sylvilagus, Oryctolagus etc.).

-          Synonyme: Lagomys Herrera, 1897.

-          Bestand: 1 Art Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko).

-          Literatur: Corbet (1983); Díaz (1893); Fa & Bell (1990); Hoffman & Smith (2005); Matthee et al. (2004); Merriam (1896); Robinson & Matthee (2005).

 

            Genus Lepus Linnaeus, 1758 (Gattung Eigentliche Hasen/Genus True Hares & Jackrabbits):

-          34 Arten; Generotypus Lepus timidus Linnaeus, 1758.

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname beruht auf dem lateinischen Wort lepus für „Hase“.

-          Literatur: Fickel (2003); Krapp (2003); Linnaeus (1758).

 

            Genus Brachylagus Miller, 1900 (Gattung Zwergkaninchen/Genus Pygmy Rabbits):

-          1 Art; Generotypus: Brachylagus idahoensis (Merriam, 1891).

-          Taxonomie: Brachylagus wurde von Miller ursprünglich als Untergattung innerhalb der Gattung Lepus beschrieben. Lyon (1904) sah zwar anatomische Ähnlichkeiten zur Gattung Sylvilagus, erhob Brachylagus aber aufgrund von einzigartigen Schädelmerkmalen in den Status einer vollwertigen Gattung. Nach den Analysen von Matthee et al. (2004) und Robinson & Matthee (2005) ist Brachylagus eng mit der Gattung Sylvilagus verwandt.

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Idaho, Kalifornien, Montana, Nevada, Oregon, Utah, Washington, in Wyoming wieder eingeführt).

-          Literatur: Lyon (1904); Matthee et al. (2004); Merriam (1891); Miller (1900); Robinson & Matthee (2005).

 

            Genus Sylvilagus Gray, 1867 (Gattung Baumwollschwanzkaninchen/Genus Cottontail Rabbits):

-          30 Arten; Generotypus ursprünglich Sylvilagus sylvaticus (Bachman, 1837), korrigiert auf Sylilagus floridanus (J. A. Allen, 1890), da Lepus sylvaticus Bachman, 1837 aufgrund der Priorität von Lepus borealis sylvaticus Nillson, 1832 ungültig ist.

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich, in Anspielung auf den von vielen Arten der Gattung genutzten Lebensraum Wald, von dem lateinischen Wort sylva/silva für „Wald“ und dem griechischen Wort λαγως für „Hase“ ab.

-          Synonyme: Hydrolagus Gray, 1867; Limnolagus Mearns, 1897; Paludilagus Hershkovitz, 1950.

-          Literatur: Allen (1890); Bachman (1837); Gray (1867); Nillson (1832).

 

            Genus Bunolagus Thomas, 1929 (Gattung Buschmannhasen/Genus Bushman Rabbits):

-          1 Art; Generotypus: Bunolagus monticularis (Thomas, 1903).

-          Taxonomie: Zeitweise als Untergattung in Lepus geführt, aber von Angermann (1966) wieder als separate Gattung gelistet. Während die von Robinson & Dippenaar (1987) erfassten morphometrischen Daten das Zuordnungsproblem allein nicht lösen können, unterstützen Analysen des Karyotyps sehr gut den Gattungsstatus (Robinson & Skinner, 1983) von Bunolagus. Untersuchungen von Matthee et al. (2004) und Robinson & Matthee (2005) lassen auf eine nahe Verwandtschaft zur Gattung Pentalagus schließen.

-          Bestand: Vom Aussterben bedroht.

-          Verbreitung: Südafrika (Südafrika: Nordkap- und Westkap-Provinz).

-          Literatur: Angermann (1966); Corbet (1983); Ellerman & Morrison-Scott (1951); Hoffman & Smith (2005); Matthee et al. (2004); Robinson & Dippenaar (1987); Robinson & Matthee (2005); Robinson & Skinner (1983); Thomas (1903, 1929).

 

            Genus Pentalagus Lyon, 1904 (Gattung Ryukyu-Kaninchen/Genus Ryukyu Rabbits):

-          1 Art; Generotypus Pentalagus furnessi (Stone, 1900).

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich von den griechischen Wörtern πέτε für „fünf“ und λαγως für „Hase“ ab, wobei sich Lyon möglicherweise auf die Zahl von fünf Molaren pro Kieferhälfte bezog. Die Gattung hat ihren Ursprung möglicherweise im späten Miozän und breitete sich im Pleistozän bis nach Java (Indonesien) aus, während heute nur noch eine Art am Südrand des Himalayas existiert. Nach genetischen Studien stellt Caprolagus die Schwestergattung zu Oryctolagus dar.

-          Literatur: Lyon (1904); Stone (1900).

 

            Genus Caprolagus Blyth, 1845 (Gattung Borstenkaninchen/Genus Assam Rabbits):

-          1 Art; Generotypus Caprolagus hispidus (Pearson in McClelland, 1839).

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich, in Anspielung auf das borstige Fell, von den griechischen Wörtern καπρος für „Eber“ und λαγως für „Hase“ ab. Die Gattung hat ihren Ursprung möglicherweise im späten Miozän und breitete sich im Pleistozän bis nach Java (Indonesien) aus, während heute nur noch eine Art am Südrand des Himalayas existiert. Nach genetischen Studien stellt Caprolagus die Schwestergattung zu Oryctolagus dar.

-          Bestand: 1 Art Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Südasien (Nepal; Indien: Assam, Uttar Pradesh, Westbengalen; Bangladesch; Bhutan).

-          Literatur: Blyth (1845); Matthee et al. (2004); McClelland (1839); Robinson & Matthee (2005); Winkler, Flynn & Tomida (2011).

 

            Genus Oryctolagus Lilljeborg, 1874 (Gattung Wildkaninchen/Genus European Rabbits):

-          2 Arten; Generotypus Oryctolagus cuniculus (Linnaeus, 1758).

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich von den griechischen Wörtern ορικτης für „graben“ und λαγως für „Hase“ ab. Nach genetischen Studien stellt Oryctolagus die Schwestergattung zu Caprolagus dar. Das Taxon algirus (Loche, 1858) wird häufig noch als Unterart von cuniculus geführt. Beide Arten trennten sich aber bereits vor 2 Millionen Jahren.

-          Synonyme: Cuniculus Meyer, 1790.

-          Literatur: Lilljeborg (1874); Linnaeus (1758); Loche (1858).

 

 

 

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Nesolagus netscheri

Nesolagus

 

 

 

 

Nesolagus timminsi

 

 

 

 

            Genus Nesolagus Forsyth Major, 1899 (Gattung Streifenkaninchen/Genus Striped Rabbits):

-          2 Arten; Generotypus Nesolagus netscheri (Schlegel, 1880).

-          Taxonomie: Der Fund der fossilen Art Chinesisches Streifenkaninchen (Nesolagus sinensis Jin, Tomida, Wang & Zhang, 2010) lässt einen Ursprung der Gattung im südwestliche China vermuten. Nach genetischen Untersuchungen trennten sich die beiden rezenten Arten im Pliozän vor etwa 8 Millionen Jahren (Surridge et al. 1999), was eine Aufteilung in zwei unterschiedliche Gattungen rechtfertigen würde. Allerdings sind sich die beiden Arten durch die Konservierung ursprünglicher Merkmale morphologisch sehr ähnlich. 

-          Bestand: 1 Art Stark gefährdet; 1 Art Daten defizitär.

-          Verbreitung: Südostasien (Vietnam, Laos, Indonesien: Sumatra).

-          Literatur: Forsyth Major (1899); Jin et al. (2010); Surridge et al. (1999).

 

            Nesolagus netscheri (Schlegel, 1880) (Sumatra-Streifenkaninchen/Sumatran Striped Rabbit):

-          Holotypus/Terry typica: Holotypus wurde auf ca. 610 m Höhe in Padangpanjang auf der indonesischen Insel Sumatra gesammelt und von E. Netscher an das Königliche Museum in die Niederlande geschickt.

-          Taxonomie/Etymologie: Nesolagus netscheri, benannt nach Eliza Netscher, dem Generalsekräter der niederländischen Dienststelle in Jakarta, wurde von Schlegel ursprünglich als Lepus netscheri beschrieben und später von Forsyth Major (1899) in die eigene Gattung Nesolagus überführt. Die Art kann anhand von Kochen- und Zahnmerkmalen, aber auch durch genetische Analysen der mitochondriellen DNA von N. timminsi unterschieden werden. Es sind keine Unterarten beschrieben.

-          Bestand: Daten defizitär; es existieren nur 15 Museumsexemplare. Ein Einzeltier wurde 1895 für kurze Zeit im Zoologischen Garten von Amsterdam gehalten, wo es aber bald verstarb, da es sich durch den langen Transportweg in sehr schlechter Verfassung befand und sich auch nicht mehr erholte. Außerdem gab es seit 1916 nur wenige Sichtungen und einzelne Aufnahmen aus Fotofallen. In letzter Zeit werden allerdings in Sumatra und Java auch Tiere zum Verkauf angeboten. Um einen besseren Einblick in die Verbreitung der Art zu bekommen, soll künftig verstärkt auf eine schnelle genetische Identifizierung von potenziellen Proben gesetzt werden.

-          Verbreitung: Südostasien (Indonesien: Sumatra (Barisangebirge).

-          Literatur: Averianov, Abramov & Tikhonov, 2000; Dinets (2010); Flux (1990); Forsyth Major (1899); Hoffman & Smith (2005); Jacobson (1921); McCarthy et al. (2012, 2019); McNeely (1981); Saputra et al. (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Schlegel (1880); Setiawan et al. (2019); Smith et al. (2018); Surridge et al. (1999).

 

            Nesolagus timminsi Averianov, Abramov & Tikhonov, 2000 (Annamitisches Streifenkaninchen/Annamite Striped Rabbit):

-          Taxonomie: Nesolagus timminsi kann anhand von Kochen- und Zahnmerkmalen, aber auch durch genetische Analysen der mitochondriellen DNA von N. netscheri unterschieden werden. Es sind keine Unterarten beschrieben.

-          Bestand: Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Südostasien (Laos; Vietnam).

-          Literatur: Abramov, Tikhonov & Orlov (2016); Averianov, Abramov & Tikhonov, 2000; Can et al. (2001); Hoffman & Smith (2005); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Surridge et al. (1999); Tilker et al. (2019, 2020a, b).

 

 

 

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Poelagus

Poelagus marjorita

 

            Genus Poelagus St. Leger, 1932 (Gattung Buschkaninchen/Genus Bunyoro Rabbits):

-          1 Art; Generotypus Poelagus marjorita (St. Leger, 1929).

-          Taxonomie: Als neue Gattung für das Buschkaninchen beschrieben, wurde Poelagus zeitweise auch als Untergattung in Pronolagus (Ellerman & Morrison-Scott, 1951) oder Caprolagus eingeordnet.

-          Bestand: 1 Art Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Zentralafrika (DR Kongo; Sudan; Südsudan; Uganda; möglicherweise auch Zentralafrikanische Republik).

-          Literatur: Ellerman & Morrison-Scott (1951); Hoffman & Smith (2005); Kingdon (1974); St. Leger (1929, 1932).

 

            Poelagus marjorita (St. Leger, 1929) (Afrikanisches Buschkaninchen/Bunyoro Rabbit):

-          Holotypus/Terra typica: Die Typus-Serie besteht aus vier Häuten und Schädeln, die vom Kapitän C. R. S. Pitman bei Masindi (01,41 °N, 31,43 °O, auf 1.219 m Höhe), Uganda, gesammelt wurden.

-          Taxonomie: Zunächst als Lepus marjorita beschrieben, stellte St. Leger drei Jahre später die Art in die neue eigene Gattung Poelagus. Mit larkeni und oweni wurden auch zwei Unterarten beschrieben, die aber inzwischen als Synonyme betrachtet werden.

-          Synonyme: Poelagus marjorita larkeni St. Leger, 1935 (BM Nr. 35.4.10.2, adultes Männchen aus dem Yambio Distrikt, Bahr-el-Ghazal im Südsudan); Poelagus marjorita oweni Setzer, 1956 (CNHM Nr. 73950, adultes Männchen aus dem Lotti-Wald südwestlich des Imatong-Gebirges, Äquatoria-Provinz, Südsudan).

-          Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 400-610 mm; Schwanzlänger 38-70 mm; Ohrenlänge 60-70 cm; Hinterlauflänge 65-108 mm; Gewicht 2.300-3.200 g.

-          Biologie: Buschkaninchen gehen hauptsächlich nachts in kleinen Gruppen aus Paaren oder Weibchen mit Nachwuchs auf Futtersuche und verbringen den Tag einzeln rastend.

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Zentralafrika (DR Kongo; Sudan; Südsudan; Uganda; möglicherweise auch Zentralafrikanische Republik).

-          Literatur: Happold & Wendelen (2006); Johnston & Smith (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Setzer (1956); St. Leger (1929, 1932, 1935).

 

 

 

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Pronolagus crassicaudatus

Pronolagus

 

 

 

 

 

 

Pronolagus randensis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pronolagus rupestris

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pronolagus saundersiae

 

 

 

 

 

 

            Genus Pronolagus Lyon, 1904 (Gattung Wollschanzhasen/Genus Red Rock Hares):

-          4 Arten; Stammbaum nach Matthee et al. (2004).

-          Alternative Bezeichnung: Rotkaninchen, Rothasen.

-          Literatur: Lyon (1904); Matthee et al. (2004).

 

            Pronolagus crassicaudatus (I. Geoffroy Saint-Hilaire, 1832) (Natal-Wollschwanzhase/Natal Red Rock Hare):

-          Alternative Bezeichnung: Natal-Rotkaninchen, Natal-Rothase.

-          Terra tpyica: Nahe der früher als Port Natal bezeichneten Stadt Durban in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal.

-          Taxonomie: Die Art wurde ursprünglich als Lepus crassicaudatus beschrieben. Zeitweilig wurde crassicaudatus auch als Unterart von Pronolagus randensis geführt, wird inzwischen aber als eigenständige Art anerkannt. In der Vergangenheit sind bis zu fünf Unterarten angeführt worden.

-          Unterarten: Südlicher Natal-Wollschwanzhase (P. crassicaudatus crassicaudatus (I. Geoffroy Saint-Hilaire, 1832); Synonyme: P. crassicaudatus kariegae Hewitt, 1927); Nördlicher Natal-Wollschwanzhase (P. crassicaudatus ruddi Thomas & Schwann, 1905, als Pronolagus ruddi zu Ehren von Charles Dunell Rudd beschrieben, der zoologische Expeditionen in Südafrika finanzierte (BM Nr. 4.5.1.78, Männchen, auf 1.100 m Höhe von Sibudeni im südafrikanischen Distrikt Zululand gesammelt); Synonyme: Pronolagus ruddi lebombo Roberts, 1936 (TM Nr. 5650, adultes Weibchen am 13. Dezember 1928 im Lebombo-Gebirge bei Ubombo in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal gesammelt, benannt nach dem Fundort); P. crassicaudatus lebomboensis Roberts, 1936).

-          Bestand: Nicht gefährdet; Populationsgröße abnehmend.

-          Verbreitung: Südostafrika (Mosambik; Lesotho; Swasiland; Südafrika: Östliche Kap-Provinz, KwaZulu-Natal, Mpumalanga).

-          Literatur: Child, Matthee & Robinson (2019); Geoffroy Saint-Hilaire (1832); Hewitt (1927); Hoffman & Smith (2005); Roberts (1936); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Thomas & Schwann (1905).

 

            Pronolagus randensis Jameson, 1907 (Rand-Wollschwanzhase/Jameson’s Red Rock Hare):

-          Alternative Bezeichnung: Rand-Rotkaninchen, Rand-Rothase.

-          Holotypus/Terra typica: Der Holotypus ist ein weibliches Tier (Nr. 108 in der Sammlung von H. L. Jameson), das am 25. Juni 1907 auf einer Höhe von 1.798 m am Spion Kopje (Witwaterrand-Gebiet) in der südafrikanischen Transvaal-Region, nahe Johannesburg gesammelt wurde.

-          Taxonomie/Etymologie: Zunächst als Pronolagus ruddi randensis beschrieben. Der wissenschaftliche Artname bezieht sich auf die häufig verwendete Abkürzung „Rand“ für den Höhenzug Witwaterrand. Eine Unterteilung von randensis in Unterarten ist umstritten, da in einer Analyse von Matthee (1993) bei der mitochondriellen DNA aus sechs über das südliche Afrika verteilten Populationen kaum Unterschiede festzustellen waren. Hoffman & Smith (2005) folgend sind hier drei Unterarten aufgeführt, die auch eine geographische Trennung widerspiegeln.

-          Unterarten: Östlicher Rand-Wollschwanzhase (P. randensis randensis Jameson, 1907; Synonyme: P. randensis capricornis Roberts, 1926 (TM Nr. 3785, adultes Männchen von Newgate, Region Zoutpansberg, Südafrika); P. randensis makapani Roberts, 1924 (TM Nr. 647, adultes Männchen von H. L. Jameson an den Makapanhöhlen, nahe Piet Potgietersrust in Südafrika gesammelt, benannt nach dem Fundort); P. randensis powelli Roberts, 1924 (TM Nr. 1555, adultes Weibchen von W. Powell am 6. April 1915 an den Rooikransklippen im südafrikanischen Rustenburg-Distrikt gesammelt, benannt nach dem Finder)); Westlicher Rand-Wollschwanzhase (P. randensis caucinus Thomas, 1929, als Pronolagus caucinus beschrieben; Synonyme: P. randensis ekmani Lundholm, 1955; P. randensis fitzsimonsi Roberts, 1938 (TM Nr. 8220, adultes Weibchen auf der Barby-Farm bei Helmeringshausen in Namibia gesammelt, benannt nach dem Finder V. FitzSimons); P. randensis kaokoensis Roberts, 1946; P. randensis kobosensis Roberts, 1938 (TM Nr. 8219, adultes Weibchen bei Kobos südwestlich von Rehoboth in Namibia gesammelt, benannt nach dem Fundort); P. randensis waterbergensis Hoesch & von Lehmann, 1956); Rhodesischer Rand-Wollschwanzhase (P. randensis whitei Roberts, 1938, als Pronolagus whitei beschrieben (TM Nr. 8369, adultes Weibchen am 10. Dezember 1937 von A. G. White in der Bergregion Bvumba in Simbabwe gesammelt, benannt nach dem Finder).

-          Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 420-500 mm; Schwanzlänge 60-135 mm; Ohrlänge 80-100 mm; Hinterlauflänge 87-110 mm; Gewicht 1,8-3 kg.

-          Biologie: Die Art besiedelt felsiges Gelände und ernährt sich von Gräsern und Kräutern. Fortpflanzung scheint zumindest in Simbabwe über das ganze Jahr stattzufinden, trächtige Weibchen wurden in den Monaten Januar, Mai, Juli und August beobachtet und säugende Weibchen im Juni, Juli und August. Es werden 1-2 Jungtiere pro Wurf geboren.

-          Bestand: Nicht gefährdet; Populationsgröße abnehmend.

-          Verbreitung: Südafrika (Angola; Namibia; Botswana; Mosambik; Simbabwe; Südafrika).

-          Literatur: Child, Matthee & Robinson (2019); Hoffman & Smith (2005); Jameson (1907); Matthee (1993); Roberts (1924, 1926, 1938); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Thomas (1929).

 

            Pronolagus rupestris (A. Smith, 1834) (Smith-Wollschwanzhase/Smith’s Red Rock Hare):

-          Alternative Bezeichnung: Smith-Rotkaninchen, Smith-Rothase.

-          Taxonomie: Zunächst als Lepus rupestris beschrieben und später als Unterart von Pronolagus crassicaudatus geführt, wird das Taxon inzwischen als separate Art in der Gattung Pronolagus betrachtet. Unsicher ist jedoch noch die Validität der Unterarten. Schai-Braun & Hackländer (2016) folgend werden hier vier Unterarten gelistet, die auch auf die Trennung der ost- und südafrikanischen Populationen hinweisen.

-          Unterarten: Kap-Wollschwanzhase (P. rupestris rupestris (A. Smith, 1834); Synonyme: P. crassicaudatus australis Roberts, 1933 (TM Nr. 6975, adultes Männchen, am 8. Dezember 1931 von T. Muller bei Clanwilliam in der südafrikanischen Provinz Westkap gesammelt, der Name australis ist lateinisch für „südlich“); P. rupestris melanurus (Rüppell, 1842); P. crassicaudatus mulleri Roberts, 1938 (TM Nr. 2158, adultes Männchen am 21. September 1917 bei Klaver in der südafrikanischen Kapprovinz gesammelt, benannt nach T. Muller)); Freistaat-Wollschwanzhase (P. rupestris curryi (Thomas, 1902), als Oryctolagus crassicaudatus curryi beschrieben (BM Nr. 97.6.6.1, Weibchen von A. W. Curry bei Boshof im südafrikanischen Oranje-Freistaat gesammelt, benannt nach dem Finder); Malawi-Wollschwanzhase (P. rupestris nyikae (Thomas, 1902), als Oryctolagus crassicaudatus nyikae beschrieben (BM Nr. 97.10.1.254, adultes Männchen von A. Whyte im Juni 1896 auf dem Nyika-Plateau (ca. 2.130 m Höhe) in Malawi gesammelt, benannt nach dem Fundort)); Tansania-Wollschwanzhase (P. rupestris vallicola Kershaw, 1924).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Ost- und Südafrika (Kenia; Malawi; Tansania; Sambia; Südafrika: Freistaat, Nordkap- und Nordwest-Provinz; Namibia)

-          Literatur: Child, Matthee & Robinson (2019); Matthee & Robinson (1996); Roberts (1933, 1938); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith (1834); Smith et al. (2018); Thomas (1902).

 

            Pronolagus saundersiae (Hewitt, 1927) (Hewitt-Wollschwanzhase/Hewitt’s Red Rock Hare):

-          Alternative Bezeichnung: Hewitt-Rotkaninchen, Hewitt-Rothase.

-          Taxonomie: Hewitt beschrieb die Form ursprünglich als Pronolagus crassicaudatus saundersiae. Später wurde sie von Meester et al. (1986) als Unterart von P. rupestris geführt, während Whiteford (1995) und Matthee & Robinson (1996) saundersiae schließlich in den Artstatus erhoben.

-          Synonyme: Pronolagus barretti Roberts, 1949; Pronolagus bowkeri Hewitt, 1927.

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südafrika (Lesotho; Swasiland; Südafrika).

-          Literatur: Hewitt (1927); Matthee & Robinson (1996); Meester et al. (1986); Roberts (1949); Robinson, Child & Matthee (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Whiteford (1995).

 

 

 

Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae > Romerolagus

 

 

Romerolagus

Romerolagus diazi

 

            Genus Romerolagus Merriam, 1896 (Gattung Vulkankaninchen/Genus Volcano Rabbits):

-          1 Art; Generotypus ursprünglich Romerolagus nelsoni Merriam, 1896, wird aber als Synonym von Romerolagus diazi (Ferrari-Pérez in Díaz, 1893) betrachtet. Die Gattung wurde nach Don Matias Romero, dem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister von Mexiko benannt.

-          Taxonomie: Ob die Gattung Romerolagus einen besonders ursprünglichen Repräsentanten der rezenten Hasen und Kaninchen darstellt oder einfach besondere Spezialisierungen aufweist, ist immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen (Corbet, 1983; Fa & Bell, 1990). Genetische Analysen weisen Romerolagus eine mittlere Position im Stammbaum der Hasen zu, zwischen dem Basalzweig aus Nesolagus, Peolagus, Pronolagus und dem Zweig der echten Hasen und Kaninchen (Lepus, Sylvilagus, Oryctolagus etc.).

-          Synonyme: Lagomys Herrera, 1897.

-          Bestand: 1 Art Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko).

-          Literatur: Corbet (1983); Díaz (1893); Fa & Bell (1990); Hoffman & Smith (2005); Matthee et al. (2004); Merriam (1896); Robinson & Matthee (2005).

 

            Romerolagus diazi (Ferrari-Pérez in Díaz, 1893) (Vulkankaninchen/Volcano Rabbit):

-          Holotypus/Terra typica: Typusexemplar ist ein weibliches Tier im Museo de la Comision Geografico-Exploradora, gesammelt 1885 in der Nähe von San Martin Texmelusán, am Nordosthang des Izataccíhuatl im mexikanischen Bundesstaat Puebla.

-          Taxonomie/Etymologie: Zunächst wurde die Art als Lepus diazi bezeichnet, benannt nach Agustín Díaz, bevor sie von Miller (1911) in die von Merriam (1896) neu eingeführte Gattung Romerolagus übertragen wurde. Merriam beschrieb die Gattung mit der Typusart nelsoni, die aufgrund der Priorität von diazi aber von Miller als Synonym bestimmt wurde. Es sind keine Unterarten beschrieben.

-          Synonyme: Romerolagus nelsoni Merriam, 1896 (USNatMus Nr. 57949, adultes Männchen in einer Höhe von ca. 3.350 m am Popocatépetl in Mexiko gesammelt).

-          Bestand: Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko).

-          Literatur: Cervantes, Lorenzo & Hoffmann (1990); Díaz (1893); Fa & Bell (1990); Hoffman & Smith (2005); Leopold (1959); López-Forment & Cervantes (1981); Merriam (1896); Miller (1911); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Velázquez & Guerrero (2019).

 

 

 

Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae > Lepus

 

 

            Genus Lepus Linnaeus, 1758 (Gattung Eigentliche Hasen/Genus True Hares & Jackrabbits):

-          34 Arten; Generotypus Lepus timidus Linnaeus, 1758.

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname beruht auf dem lateinischen Wort lepus für „Hase“.

-          Literatur: Linnaeus (1758).

 

            Lepus americanus Erxleben, 1777 (Schneeschuhhase/Snowshoe Hare):

-          Terra typica:

-          Unterarten: Zentralkanadischer Schneeschuhhase (L. americanus americanus Erxleben, 1777; Synonyme: L. bishopi J. A. Allen, 1899; L. americanus hudsonius Pallas, 1778; L. americanus nanus Schreber, 1790); Rocky-Mountains-Schneeschuhhase (L. americanus bairdii Hayden, 1869; Synonyme: L. americanus setzeri Baker, 1959); Südwestkanadischer Schneeschuhhase (L. americanus cascadensis Nelson, 1907, als Lepus bairdi cascadensis beschrieben); Gebirgs-Schneeschuhhase (L. americanus columbiensis Rhoads, 1895); Alaska-Schneeschuhhase (L. americanus dalli Merriam, 1900; Synonyme: L. americanus macfarlani Merriam, 1900; L. americanus niediecki Matschie, 1907; L. americanus saliens Osgood, 1900); Nordkalifornischer Schneeschuhhase (L. americanus klamathensis Merriam, 1899); Oregon-Schneeschuhhase (L. americanus oregonus Orr, 1934); Britisch-Kolumbien-Schneeschuhhase (L. americanus pallidus Cowan, 1938); Große-Seen-Schneeschuhhase (L. americanus phaenotus J. A. Allen, 1899); Idaho-Schneeschuhhase (L. americanus pineus Dalquest, 1942); Montana-Schneeschuhhase (L. americanus seclusus Baker & Hankins, 1950); Ostkanadischer Schneeschuhhase (L. americanus struthopus Bangs, 1898); Nevada-Schneeschuhhase (L. americanus tahoensis Orr, 1933); Virginia-Schneeschuhhase (L. americanus virginianus Harlan, 1825; Synonyme: L. americanus borealis Schinz, 1845; L. americanus wardi Schinz, 1825); Washington-Schneeschuhhase (L. americanus washingtonii Baird, 1855).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Kanada: Alberta, Britisch-Kolumbien, Labrador, Manitoba, Neubraunschweig, Neufundland, Nordwest-Territorien, Neuschottland, Ontario, Prinz-Eduard-Insel, Québec, Saskatchewan, Yukon); Vereinigte Staaten von Amerika: Alaska, Colorado, Connecticut, Idaho, Kalifornien, Maine, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Montana, Nevada, New Hampshire, Neumexico, New York, Nord-Carolina, Nord-Dakota, Oregon, Pennsylvania, Rhode-Insel, Süd-Dakota, Tennessee, Utah, Vermont, Virginia, Washington, West-Virginia, Wisconsin, Wyoming).

-          Literatur: Allen (1899); Bailey (1932); Erxleben (1777); Hoffman & Smith (2005); Merriam (1900); Mills & Smith (2019); Nelson (1907, 1909); Pallas (1778); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Lepus arcticus Ross, 1819 (Polarhase/Arctic Hare):

-          Unterarten: Bylot-Polarhase (L. arcticus arcticus Ross, 1819; Synonyme: Keewatin-Polarhase (L. arcticus canus Preble, 1902); L. arcticus glacialis Leach, 1819); Nordwestlicher Polarhase (L. arcticus andersoni Nelson, 1934); Neufundland-Polarhase (L. arcticus bangsii Rhoads, 1896); Banks-Polarhase (L. arcticus banksicola Manning & Macpherson, 1958); Nördlicher Grönland-Polarhase (L. arcticus groenlandicus Rhoads, 1896; Synonyme: L. arcticus hyperboreus Pedersen, 1930; L. arcticus persimilis Nelson, 1934); Prinz-Patrick-Polarhase (L. arcticus hubbardi Handley, 1952); Labrador-Polarhase (L. arcticus labradorius Miller, 1899); Königin-Elisabeth-Polarhase (L. arcticus monstrabilis Nelson, 1934); Südlicher Grönland-Polarhase (L. arcticus porsildi Nelson, 1934).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Grönland; Kanada: Labrador, Manitoba, Neufundland, Nordwest-Territorien, Nunavut, Québec).

-          Literatur: Nelson (1909); Preble (1902); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Smith & Johnston (2019).

 

            Lepus othus Merriam, 1900 (Alaskahase/Alaskan Hare):

-          Unterarten: Nördlicher Alaskahase (L. othus othus Merriam, 1900); Südlicher Alaskahase (L. othus poadromus Merriam, 1900, als Lepus poadromus beschrieben).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Alaska inkl. Aleuten).

-          Literatur: Merriam (1900); Nelson (1909); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Smith & Johnston (2019).

 

            Lepus hibernicus Bell, 1837 (Irischer Hase/Irish Hare):

-          Taxonomie: Der Irische Hase wird meist als Unterart von Lepus timidus geführt, besiedelt aber ein deutlich breiteres Spektrum an Lebensräumen als dieser und hybridisiert auf der schottischen Insel Mull auch nicht mit der schottischen Unterart des Schneehasen, obwohl beide Formen seit 60 Jahren gemeinsam auf der Insel vorkommen.

-          Synonyme: Lepus lutescens Barrett-Hamilton, 1900.

-          Bestand: Nicht bewertet (von der IUCN aktuell noch unter Lepus timidus geführt); Population abnehmend.

-          Verbreitung: Europa (Irland); auf der schottischen Insel Mull eingeführt.

-          Literatur: Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Smith & Johnston (2019); Thulin & Flux (2003).

 

            Lepus timidus Linnaeus, 1758 (Schneehase/Mountain Hare):

-          Unterarten: Nordischer Schneehase (L. timidus timidus Linnaeus, 1758; Synonyme: L. timidus alpinus Erxleben, 1777; L. timidus algidus Pallas, 1778; L. timidus borealis Pallas, 1778; L. timidus canescens Nilsson, 1844; L. timidus collinus Nilsson, 1831; L. timidus septentrionalis Link, 1795; L. timidus typicus Barrett-Hamilton, 1900; L. timidus variabilis Pallas, 1778); Kurilen-Schneehase (L. timidus abei Kuroda, 1938); Japanischer Schneehase (L. timidus ainu Barrett-Hamilton, 1900; Synonyme: L. timidus albus Leach, 1816); Taimyr-Schneehase (L. timidus begitschevi Koljuschev, 1936); Gichiga-Schneehase (L. timidus gichiganus J. A. Allen, 1903, als Lepus gichiganus beschrieben; Synonyme: L. timidus kamtschaticus Dybowski, 1922); Kolyma-Schneehase (L. timidus kolymensis Ognev, 1922); Russischer Schneehase (L. timidus kozhevnikovi Ognev, 1929); Altai-Schneehase (L. timidus lugubris Kastschenko, 1899; Synonyme: L. timidus altaicus Barrett-Hamilton, 1900); Amur-Schneehase (L. timidus mordeni Goodwin, 1933); Sachalin-Schneehase (L. timidus orii Kuroda, 1928; Synonyme: L. timidus saghaliensis Abe, 1931; L. timidus rubustus Urita, 1935); Schottischer Schneehase (L. timidus scoticus Hilzheimer, 1906); Westsibirischer Schneehase (L. timidus sibiricorum Johansen, 1923); Skandinavischer Schneehase (L. timidus sylvaticus Nilsson, 1831); Transbaikal-Schneehase (L. timidus transbaikalicus Ognev, 1929); Tschuktschen-Schneehase (L. timidus tschuktschorum Nordqvist, 1883); Alpenschneehase (L. timidus varronis Miller, 1901; Synonyme: L. timidus breviauritus Hilzheimer, 1906).

-          Bestand: Nicht gefährdet; Rote Liste Deutschland Extrem selten; Rote Liste Bayern Nicht gefährdet; Rote Liste Japan Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Europa (Vereinigtes Königreich; Irland; Norwegen; Schweden; Finnland; Estland; Litauen; Lettland; Frankreich; Schweiz; Liechtenstein; Österreich; Italien; Deutschland; Polen; Slowenien; Weißrussland; Ukraine; Russland) Asien (Kasachstan; Mongolei; China; Japan).

-          Literatur: Allen (1903); Erxleben (1777); Linnaeus (1758); Meinig, Boye & Hutterer (2009); Pallas (1778); Rehnus (2013); Rudolph et al. (2017); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Smith & Johnston (2019); Thulin & Flux (2003); Yamada (2015).

 

            Lepus californicus Gray, 1837 (Eselhase/Black-tailed Jackrabbit):

-          Unterarten: Hidalgo-Eselhase (L. californius festinus Nelson, 1904, als Lepus festinus beschrieben); Magdalena-Eselhase (L. californicus magdalenae Nelson, 1907); Prärie-Eselhase (L. californicus melanotis Mearns, 1890); Texas-Eselhase (L. californicus texianus Waterhouse, 1948).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko; Vereinigte Staaten von Amerika: Arizona, Colorado, Idaho, Kalifornien, Kansas, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, Neumexiko, Oklahoma, Oregon, Texas, Utah, Washington, Wyoming).

-          Literatur: Bailey (1932); Brown, Lorenzo & Álvarez-Castañeda (2019); Nelson (1904, 1907); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Lepus alleni Mearns, 1890 (Antilopenhase/Antelope Jackrabbit):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Arizona; Mexiko: Chihuahua, Nayarit, Sinaloa, Sonora).

-          Literatur: Lorenzo & Brown (2019).

 

            Lepus callotis Wagler, 1830 (Weißflankenhase/White-sided Jackrabbit):

-          Taxonomie: Gelegentlich wird auch Lepus altamirae als Unterart diskutiert (Brown & Smith, 2019), wird aber inzwischen eher als separate Art betrachtet (Brown et al., 2016; Vagas et al., 2019).

-          Unterarten: Schönohr-Weißflankenhase (L. callotis callotis Wagler, 1830); Gaillard-Weißflankenhase (L. callotis gaillardi Mearns, 1896, als Lepus gaillardi beschrieben).

-          Bestand: Gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko; Vereinigte Staaten von Amerika: Neumexiko).

-          Literatur: Anderson (1972); Anderson & Gaunt (1962); Bailey (1932); Brown et al. (2016); Brown & Smith (2019); Wagler (1830, 1831).

 

            Lepus altamirae Nelson, 1904 (Tamaulipas-Hase/Tamaulipas Jackrabbit):

-          Taxonomie: Von Nelson zunächst als Lepus merriami altamirae beschrieben und später in den Artstatus erhoben, wurde der Tamaulipas-Hase lange Zeit als Unterart von L. californicus betrachtet oder als Unterart von L. callotis diskutiert. Die Analysen von Vargas et al. (2019) unterstützen jedoch den Status als eigenständige Art und deuten auf eine nahe Verwandtschaft zu L. flavigularis.

-          Bestand: Nicht bewertet (von der IUCN aktuell noch als Unterart von Lepus callotis diskutiert).

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko; Vereinigte Staaten von Amerika: Neumexiko).

-          Literatur: Brown et al. (2016); Brown & Smith (2019); Nelson (1904, 1909); Vargas et al. (2019).

 

            Lepus flavigularis Wagner, 1844 (Tehuantepec-Hase/Tehuantepec Jackrabbit):

-          Bestand: Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko: Oaxaca).

-          Literatur: Lorenzo & Smith (2019).

 

            Lepus capensis Linnaeus, 1758 (Kaphase/Cape Hare):

-          Alternative Bezeichnung: Sardischer Hase.

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südeuropa (Italien: Sardinien; Zypen), Afrika (Burkina Faso; Mali; Senegal; Mauretanien; Westsahara; Marokko; Tunesien; Algerien; Libyen; Niger; Tschad; Ägypten; Sudan; Eritrea; Äthiopien; Kenia; Uganda; Tansania; Mosambik; Simbabwe; Botswana; Namibia; Südafrika; Lesotho; Swasiland), Südasien (Israel; Palästina; Libanon; Syrien; Jordanien; Saudi-Arabien; Jemen; Oman; Vereinigte Arabische Emirate; Katar; Bahrain; Kuwait; Irak; Iran.

-          Literatur: Johnston et al. (2019); Linnaeus (1758); Trocchi, Riga & Randi (2003).

 

            Lepus insularis W. Bryant, 1891 (Espiritu-Santo-Hase/Black Jackrabbit):

-          Bestand: Gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko: Südliches Niederkalifornien).

-          Literatur: Lorenzo & Johnston (2019).

 

            Lepus saxatilis F. Cuvier, 1823 (Kap-Buschhase/Cap Scrub Hare):

-          Synonyme: Lepus crawshayi de Winton, 1899; Lepus saxatilis megalotis Thomas & Schwann, 1905 (BM Nr. 4.2.3.103, am 23. Juni 1903 bei Klipfontein in der südafrikanischen Region Namaqualand gesammelt).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südafrika (Namibia; Südafrika).

-          Literatur: Kryger, Robinson & Bloomer (2004); Robinson et al. (2019); Thomas & Schwann (1905).

 

            Lepus tibetanus Waterhouse, 1841 (Wüstenhase/Desert Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Zentralasien (Afghanistan; Pakistan; Indien: Jammu-Kaschmir; China: Gansu, Innere Mongolei, Tibet; Mongolei; Kirgistan; Tadschikistan).

-          Literatur: Smith & Johnston (2019).

 

            Lepus tolai Pallas, 1778 (Tolai-Hase/Tolai Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Zentralasien (Iran; Afghanistan; Turkmenistan; Russland; Usbekistan; Tadschikistan; Kirgistan; Kasachstan; Mongolei; China).

-          Literatur: Pallas (1778); Smith & Johnston (2019).

 

            Lepus castroviejoi Palacios, 1977 (Castroviejo-Hase/Broom Hare):

-          Alternative Bezeichnung: Ginsterhase.

-          Bestand: Gefährdet.

-          Verbreitung: Südwesteuropa (Spanien).

-          Literatur: Alves & Niethammer (2003); Ballesteros & Smith (2019).

 

            Lepus comus Allen, 1927 (Yunnan-Hase/Yunnan Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südasien (Myanmar; China: Guizhou, Sichuan, Yunnan).

-          Literatur: Smith & Johnston (2019).

 

            Lepus coreanus Thomas, 1892 (Korea-Hase/Korean Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordostasien (China: Jilin; Nordkorea; Südkorea).

-          Literatur: Jo & Smith (2019).

 

            Lepus corsicanus de Winton, 1898 (Korsika-Hase/Corsican Hare):

-          Alternative Bezeichnung: Apenninenhase.

-          Bestand: Gefährdet.

-          Verbreitung: Südeuropa (Italien: Sizilien; in Frankreich: Korsika eingeführt).

-          Literatur: Randi & Riga (2019); Riga et al. (2003).

 

            Lepus europaeus Pallas, 1778 (Feldhase/European Hare):

-          Unterarten: Westlicher Feldhase (L. europaeus europaeus Pallas, 1778; Synonyme: L. europaeus alba Bechstein, 1801; L. europaeus argenteogrisea König-Warthausen, 1875; L. europaeus cyanotus Blanchard, 1957; L. europaeus flavus Bechstein, 1801; L. europaeus niger Bechstein, 1801; L. europaeus pyrenaicus Hilzheimer, 1906); Kaspischer Feldhase (L. europaeus caspicus Hemprich & Ehrenberg, 1832; Synonyme: L. europaeus kalmykorum Ognev, 1929); Persischer Feldhase (L. europaeus connori Robinson, 1918; Synonyme: L. europaeus astaricus Baloutch, 1978; L. europaeus iranensis Goodwin, 1939); Kreta-Feldhase (L. europaeus creticus Barrett-Hamilton, 1903); Zypern-Feldhase (L. europaeus cyprius Barrett-Hamilton, 1903); Transkaukasischer Feldhase (L. europaeus cyrensis Satunín, 1905; Synonyme: L. europaeus caucasicus Ognev, 1929; L. europaeus ghigi de Beaux, 1927); Zentralrussischer Feldhase (L. europaeus hybridus Desmarest, 1822; Synonyme: L. europaeus aquilonius Blasius, 1842; L. europaeus biarmicus Heptner, 1948; L. europaeus borealis Kuznetsov, 1944; L. europaeus campestris Bogdanov, 1871; L. europaeus hyemalis Tumac, 1850; L. europaeus tesquorum Ognev & Worobiev, 1923; L. europaeus tumac Tichomirov & Kortchagin, 1889); Palästina-Feldhase (L. europaeus judeae Gray, 1867); Karpaten-Feldhase (L. europaeus karpathorum Hilzheimer, 1906); Dänischer Feldhase (L. europaeus medius Nilsson, 1820); Britischer Feldhase (L. europaeus occidentalis de Winton, 1898); Griechischer Feldhase (L. europaeus parnassius Miller, 1903; Synonyme: L. europaeus niethammeri Wettstein, 1943); Pontischer Feldhase (L. europaeus ponticus Ognev, 1929); Rhodos-Feldhase (L. europaeus rhodius Festa, 1914); Syrischer Feldhase (L. europaeus syriacus Hemprich & Ehrenberg, 1832); Rumänischer Feldhase (L. europaeus transsylvanicus Matschie, 1901; Synonyme: L. europaeus campicola Gervais, 1859; L. europaeus cinereus Fitzinger, 1867; L. europaeus coronatus Fitzinger, 1867; L. europaeus laskerewi Khomenko, 1916; L. europaeus maculatus Fitzinger, 1867; L. europaeus meridiei Hilzheimer, 1906; L. europaeus meridionalis Gervais, 1859; L. europaeus nigricans Fitzinger, 1867; L. europaeus rufus Fitzinger, 1867; L. europaeus transsylvaticus Hilzheimer, 1906).

-          Bestand: Nicht gefährdet; Rote Liste Deutschland Gefährdet; Rote Liste Bayern Potenziell gefährdet (Vorwarnliste).

-          Verbreitung: Europa (Spanien; Frankreich; Niederland; Belgien; Luxemburg; Schweiz; Italien; Liechtenstein; Österreich; Deutschland; Dänemark; Finnland; Litauen; Lettland; Estland; Polen; Weißrussland; Russland; Ukraine; Moldawien; Slowakei; Tschechien; Ungarn; Kroatien; Serbien; Slowenien; Bosnien-Herzegowina; Montenegro; Albanien; Bulgarien; Rumänien; Mazedonien; Griechenland; Türkei), Westasien (Israel; Palästina; Syrien; Irak; Iran); weltweit in zahlreichen Ländern eingeführt (Argentinien; Australien (Tamanien); Barbados; Bolivien; Brasilien; Chile; Falkland-Inseln; Grenada; Guadeloupe; Irland; Kanada; Kasachstan; Neuseeland; Paraguay; Réunion; Schweden; Vereinigtes Königreich; Uruguay; Vereinigte Staaten von Amerika).

-          Literatur: Averianov, Niethammer & Pegel (2003); Hackländer & Schai-Braun (2019); Meinig, Boye & Hutterer (2009); Pallas (1778); Rudolph et al. (2017); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Lepus granatensis Rosenhauer, 1856 (Iberische Hase/Granada Hare):

-          Alternative Bezeichnung: Andalusischer Hase.

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südwesteuropa (Portugal; Spanien; in Frankreich eingeführt).

-          Literatur: Alves & Niethammer (2003); Soriguer & Carro (2019).

 

            Lepus mandshuricus Radde, 1861 (Mandschurischer Hase/Manchurian Jackrabbit):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordostasien (China: Heilongjiang, Jilin, Liaoning, Innere Mongolei; Russland: Amur, Chabarowsk, Primoryi).

-          Literatur: Smith & Johnston (2019).

 

            Lepus oiostolus Hodgson, 1840 (Tibetanischer Wollhase/Woolly Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südasien (China: Gansu, Sichuan, Tibet, Xinjiang, Yunnan; Indien: Jammu-Kaschmir, Sikkim; Nepal).

-          Literatur: Smith & Johnston (2019).

 

            Lepus townsendii Bachman, 1839 (Präriehase/White-tailed Jackrabbit):

-          Unterarten: Westlicher Präriehase (L. townsendii townsendii Bachman, 1839); Östlicher Präriehase (L. townsendii campanius Hollister, 1915).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Kanada: Alberta, Britisch-Kolumbien, Manitoba, Ontario, Saskatchewan; Vereinigte Staaten von Amerika).

-          Literatur: Bailey (1932); Brown & Smith (2019); Nelson (1909).

 

            Lepus fagani Thomas, 1903 (Äthiopischer Hase/Ethiopian Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Zentralafrika (Äthiopien; möglicherweise auch Südsudan und Kenia).

-          Literatur: Johnston & Tolesa (2019).

 

            Lepus victoriae Thomas, 1893 (Savannenhase/African Savanna Hare):

-          Unterarten: Tansania-Savannenhase (L. victoriae victoriae Thomas, 1893); Angola-Savannenhase (L. victoriae angolensis Thomas, 1904); Senegal-Savannenhase (L. victoriae senegalensis Rochebrune, 1883); Malawi-Savannenhase (L. victoriae whytei Thomas, 1894; Synonyme: Lepus saxatilis zuluensis Thomas & Schwann, 1905 (BM Nr. 4.12.3.91, adultes Männchen am 30. Juni 1904 bei der Umvolosi-Station im südafrikanischen Distrikt Zululand gesammelt, benannt nach der Fundregion)).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Afrika (DR Kongo; Zentralafrikanische Republik; Kamerun; Nigeria; Benin; Togo; Ghana; Burkina Faso; Elfenbeinküste; Guinea; Guinea-Bissau; Gambia; Senegal; Mauretanien; Westsahara; Mali; Algerien; Niger; Tschad; Sudan; Äthiopien; Kenia; Uganda; Ruanda; Burundi; Tansania; Malawi; Sambia; Simbabwe; Mosambik; Swasiland, Südafrika; Lesotho; Botswana; Namibia; Angola).

-          Literatur: Johnston et al. (2019); Thomas & Schwann (1905).

 

            Lepus hainanus Swinhoe, 1870 (Hainan-Hase/Hainan Hare):

-          Bestand: Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Südostasien (China: Hainan).

-          Literatur: Smith & Johnston (2016).

 

            Lepus nigricollis F. Cuvier, 1823 (Schwarznackenhase/Indian Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südasien (Pakistan; Indien; Sri Lanka; Nepal; Bangladesch; Indonesien: Java (evtl. eingeführt); eingeführt auf Mauritius, Réunion und Seychellen).

-          Literatur: Nameer & Smith (2019).

 

            Lepus peguensis Blyth, 1855 (Burmesischer Hase/Burmese Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südostasien (Kambodscha; Vietnam; Thailand; Laos; Myanmar).

-          Literatur: Johnston & Smith (2019).

 

            Lepus sinensis Gray, 1832 (Chinesischer Hase/Chinese Hare):

-          Taxonomie: Ob es sich bei der Population in Vietnam tatsächlich um Lepus sinensis handelt, muss noch geklärt werden. Auch der Status der Unterart yuenshanensis ist unsicher.

-          Unterarten: Jangtsekiang-Hase (L. sinensis sinensis Gray, 1832; Synonyme: Lepus sinensis flaviventris G. Allen, 1927); Taiwan-Hase (L. sinensis formosus Thomas, 1908); Hunan-Hase (L. sinensis yuenshanensis Shih, 1930).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südostasien (China; Taiwan; evtl. auch Vietnam).

-          Literatur: Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Smith & Johnston (2019).

 

            Lepus yarkandensis Günther, 1875 (Yarkand-Hase/Yarkand Hare):

-          Bestand: Potenziell gefährdet (Vorwarnliste).

-          Verbreitung: Zentralasien (China: Xinjiang).

-          Literatur: Smith & Johnston (2016).

 

            Lepus brachyurus Temminck, 1845 (Japanischer Hase/Japanese Hare):

-          Unterarten: Kyushu-Hase (L. brachyurus brachyurus Temminck, 1845); Honshu-Hase (L. brachyurus angustidens Hollister, 1912; Synonyme: Lepus brachyurus etigo Abe, 1918); Sado-Hase (L. brachyurus lyoni Kishida, 1937); Oki-Hase (L. brachyurus okiensis Thomas, 1906).

-          Bestand: Nicht gefährdet; Rote Liste Japan Nicht gefährdet, Unterart lyoni Potenziell gefährdet (Vorwarnliste).

-          Verbreitung: Ostasien (Japan: Honshu, Kyushu, Shikoku).

-          Literatur: Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Yamada (2015); Yamada & Smith (2019).

 

            Lepus habessinicus Hemprich & Ehrenberg, 1832 (Abyssinischer Hase/Abyssinian Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Ostafrika (Sudan; Äthiopien; Dschibuti; Eritrea; Somalia; möglicherweise auch Kenia).

-          Literatur: Johnston & Tolesa (2019).

 

            Lepus starcki Petter, 1963 (Äthiopischer Hochlandhase/Ethiopian Highland Hare):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordostafrika (Äthiopien).

-          Literatur: Johnston & Tolesa (2019).

 

 

 

Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae > Brachylagus

 

 

Brachylagus

Brachylagus idahoensis

 

            Genus Brachylagus Miller, 1900 (Gattung Zwergkaninchen/Genus Pygmy Rabbits):

-          1 Art; Generotypus: Brachylagus idahoensis (Merriam, 1891).

-          Taxonomie: Brachylagus wurde von Miller ursprünglich als Untergattung innerhalb der Gattung Lepus beschrieben. Lyon (1904) sah zwar anatomische Ähnlichkeiten zur Gattung Sylvilagus, erhob Brachylagus aber aufgrund von einzigartigen Schädelmerkmalen in den Status einer vollwertigen Gattung. Nach den Analysen von Matthee et al. (2004) und Robinson & Matthee (2005) ist Brachylagus eng mit der Gattung Sylvilagus verwandt.

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Idaho, Kalifornien, Montana, Nevada, Oregon, Utah, Washington, in Wyoming wieder eingeführt).

-          Literatur: Lyon (1904); Matthee et al. (2004); Merriam (1891); Miller (1900); Robinson & Matthee (2005).

 

            Brachylagus idahoensis (Merriam, 1891) (Zwergkaninchen/Pygmy Rabbit):

-          Taxonomie: Ursprünglich von Merriam als Lepus idahoensis beschrieben, kreierte Miller (1900) für die Art die Untergattung Brachylagus, die von Lyon (1904) aufgrund von einzigartigen Schädelmerkmalen in den Gattungsstatus erhoben wurde. Allerdings wurde die Art von Grinnell, Dixon & Linsdale (1930) in die Gattung Sylvilagus gestellt, was von Orr, (1940) und Hall & Kelson (1959) übernommen wurde. Basierend auf Zahnanalysen sah Hibbard (1963) eher eine enge Verwandtschaft zur Gattung Nesolagus. Kenner (1965) führte nach umfangreichen Analysen von Schädel- und Zahnmerkmalen das Zwergkaninchen schließlich wieder in die eigene Gattung Brachylagus. Diese Klassifizierung konnte später auch durch elektrophoretische Serum- und Hämoglobinanalysen (Johnson & Wicks, 1964; Johnson, 1968) und genetische Untersuchungen (Matthee et al., 2004; Robinson & Matthee, 2005) untermauert werden. Es sind keine Unterarten beschrieben.

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Idaho, Kalifornien, Montana, Nevada, Oregon, Utah, Washington, in Wyoming wieder eingeführt).

-          Literatur: Green & Flinders (1980); Grinnell, Dixon & Linsdale (1930); Hall & Kelson (1959); Hibbard (1963); Hoffman & Smith (2005); Johnson (1968); Johnson & Wicks (1964); Kenner (1965); Lyon (1904); Matthee et al. (2004); Merriam (1891); Miller (1900); Orr (1940); Rachlow, Becker & Shipley (2016); Robinson & Matthee (2005); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

 

 

Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae > Sylvilagus

 

 

            Genus Sylvilagus Gray, 1867 (Gattung Baumwollschwanzkaninchen/Genus Cottontail Rabbits):

-          30 Arten; Generotypus ursprünglich Sylvilagus sylvaticus (Bachman, 1837), korrigiert auf Sylilagus floridanus (J. A. Allen, 1890), da Lepus sylvaticus Bachman, 1837 aufgrund der Priorität von Lepus borealis sylvaticus Nillson, 1832 ungültig ist.

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich, in Anspielung auf den von vielen Arten der Gattung genutzten Lebensraum Wald, von dem lateinischen Wort sylva/silva für „Wald“ und dem griechischen Wort λαγως für „Hase“ ab.

-          Literatur: Allen (1890); Bachman (1837); Gray (1867); Nillson (1832).

 

            Sylvilagus brasiliensis (Linnaeus, 1758) (Brasilianisches Waldkaninchen/Brazilian Forest Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Brasilien-Tapeti.

-          Bestand: Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Südamerika (Brasilien: Pernambuco).

-          Literatur: Ruedas et al. (2019); Ruedas & Smith (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus tapetillus Thomas, 1913 (Rio-de-Janeiro-Waldkaninchen/Rio de Janeiro Dwarf Cottontail):

-          Bestand: Gefährdet; Datenlage unzureichend, wahrscheinlich ist die Art vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.

-          Verbreitung: Südamerika (Brasilien).

-          Literatur: Bonvicino et al. (2015); Ruedas et al. (2017); Ruedas & Smith (2019); Thomas (1913).

 

            Sylvilagus parentum Ruedas, 2017 (Surinam-Waldkaninchen/Suriname Lowland Forest Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Surinam-Tapeti.

-          Holotypus/Terra typica/Etymologie: Der Holotypus, ein Weibchen am Rijksmuseum van Naturrlijke Historie-Naturalis Biodiversitäts-Zentrum mit der Nr. 31149, wurde am 15. Mai 1981 von D. G. Reeder an der Straße Avanavero-Amotope (ca. 110 km vom Avanavero-Flugplatz) im Nickerie-Distrikt in Surinam gesammelt. Ruedas schätzt die Koordinaten auf 4,32° N, 57,69° W. Der wissenschaftliche Name leitet sich von dem lateinischen Wort parens für Eltern ab. Damit bedankt sich Luis A. Ruedas für die vielseitige Unterstützung durch seine Eltern Patricio Ruedas Younger und Paloma Martín Daza.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Südamerika (Surinam).

-          Literatur: Ruedas (2017).

 

            Sylvilagus varynaensis Durant & Guevara, 2001 (Venezuela-Baumwollschwanzkaninchen/Venezuelan Lowland Rabbit):

-          Taxonomie: Es wird eine enge Verwandtschaft zu Sylvilagus brasiliensis vermutet.

-          Bestand: Daten defizitär.

-          Verbreitung: Südamerika (Venezuela).

-          Literatur: Durant & Guevara (2000, 2001); Johnston & Smith (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus apollinaris Thomas, 1920 (Bogotá-Waldkaninchen/Apollinaris’ Cottontail):

-          Alternative Bezeichnung: Bogotá-Tapeti.

-          Taxonomie: Die Form fulvescens wurde meist als Unterart oder Synonym von Sylvilagus brasiliensis betrachtet, wird von Diersing & Wilson (2017) sowie Ruedas et al. (2019) aufgrund morphologischer Merkmale in den Artstatus erhoben.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Südamerika (Kolumbien).

-          Literatur: Diersing & Wilson (2017); Ruedas et al. (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Thomas (1920).

 

            Sylvilagus fulvescens J. A. Allen, 1912 (Cauca-Waldkaninchen/Fulvous Forest Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Cauca-Tapeti.

-          Taxonomie: Die von Allen als Sylvilagus (Tapeti) fulvescens beschriebene Form wurde meist als Unterart oder Synonym von Sylvilagus brasiliensis betrachtet, wird von Diersing & Wilson (2017) sowie Ruedas et al. (2019) aufgrund morphologischer Merkmale in den Artstatus erhoben.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Südamerika (Kolumbien).

-          Literatur: Allen (1912); Diersing & Wilson (2017); Ruedas et al. (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus nicefori Thomas, 1921 (Medellín-Waldkaninchen/Medellín Forest Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Medllín-Tapeti.

-          Taxonomie: Die Form nicefori wurde meist als Unterart oder Synonym von Sylvilagus brasiliensis oder fulvescens betrachtet, wird von Ruedas et al. (2019) aufgrund morphologischer Merkmale aber in den Artstatus erhoben.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Südamerika (Kolumbien).

-          Literatur: Ruedas et al. (2019); Smith et al. (2018); Thomas (1921).

 

            Sylvilagus salentus J. A. Allen, 1913 (Salento-Waldkaninchen/Salento Forest Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Salento-Tapeti.

-          Taxonomie: Von Allen als Sylvilagus (Tapeti) salentus beschrieben, meist als Unterart bzw. Synonym von andinus, gabbi oder brasiliensis geführt. Ruedas et al. (2019) folgend handelt es sich aber eher um eine eigenständige Art.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Südamerika (Kolumbien).

-          Literatur: Allen (1913); Ruedas et al. (2019); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus sanctaemartae Hershkovitz, 1950 (Kolumbien-Waldkaninchen/Colombia Forest Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Kolumbien-Tapeti.

-          Taxonomie: Das von Hershkovitz beschriebene Taxon wird meist als Unterart bzw. Synonym von gabbi oder brasiliensis geführt. Ruedas et al. (2019) folgend handelt es sich aber eher um eine eigenständige Art.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Südamerika (Kolumbien).

-          Literatur: Hershkovitz (1950); Ruedas (2017); Ruedas et al. (2019); Ruedas & Smith (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus surdaster Thomas, 1901 (Esmeraldas-Waldkaninchen/Esmeraldas Forest Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Esmeraldas-Tapeti.

-          Taxonomie: Das von Thomas beschriebene Taxon wird meist als Unterart bzw. Synonym von gabbi oder brasiliensis geführt. Ruedas et al. (2019) folgend handelt es sich aber eher um eine eigenständige Art.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Südamerika (Ekuador: Esmeraldas-Provinz).

-          Literatur: Ruedas et al. (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Thomas (1901).

 

            Sylvilagus gabbi (J. A. Allen, 1877) (Costa-Rica-Waldkaninchen/Costa Rica Forest Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Mittelamerika-Tapeti.

-          Taxonomie: Zunächst von Allen als Lepus brasiliensis var. gabbi beschrieben, wird gabbi aufgrund morphologischer und genetischer Merkmale inzwischen als eigenständige Art gelistet. Häufig wird noch die Form truei als Unterart genannt. Neben Unterschieden in der Schädel- und Zahnmorphologie ergaben die Analysen von Ruedas et al. (2017) aber auch deutliche genetische Unterschiede zwischen truei und gabbi, weshalb hier beide als separate Arten behandelt werden.

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Mittelamerika (Guatemala; Honduras; Nicaragua; Costa Rica; Panama).

-          Literatur: Allen (1877); Diersing & Wilson (2017); Ruedas et al. (2017, 2019); Ruedas & Salazar-Bravo (2007); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus incitatus (Bangs, 1901) (Isla-del-Rey-Waldkaninchen/San Miguel Island Rabbit):

-          Alternative Bezeichnung: Isla-del-Rey-Tapeti.

-          Taxonomie: Zunächst von Bangs als Lepus (Tapeti) incitatus beschrieben, wird das Taxon meist als Unterart bzw. Synonym von gabbi oder brasiliensis geführt. Ruedas et al. (2019) folgend handelt es sich aber eher um eine eigenständige Art.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Mittelamerika (Panama: Isla del Rey).

-          Literatur: Bangs (1901); Ruedas et al. (2019); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus dicei Harris, 1932 (Dice-Baumwollschwanzkaninchen/Dice’s Cottontail):

-          Taxonomie: Die von Harris beschriebene Art wurde zeitweilig auch als Unterart von brasiliensis und gabbi geführt.

-          Bestand: Gefährdet.

-          Verbreitung: Mittelamerika (Costa Rica; Panama).

-          Literatur: Harris (1932); Mora, Ruedas & Smith (2016); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus audubonii (Baird, 1858) (Audubon-Baumwollschwanzkaninchen/Desert Cottontail):

-          Taxonomie: Hoffman & Smith (2005) unterscheiden sieben Unterarten. Schai-Braun & Hackländer (2016) führen zudem auch die Taxa Zederngürtel-Baumwollschwanzkaninchen (S. a. cedrophilus), Neumexiko-Baumwollschwanzkaninchen (S. a. neomexicanus), parvulus, sanctidiegi und San-Joaquin-Baumwollschwanzkaninchen (S. a. vallicola) als Unterarten an, die hier aber als Synonyme gelistet sind.

-          Unterarten: Wüsten-Baumwollschwanzkaninchen (S. audubonii audubonii (Baird, 1858); Synonyme: S. audubonii vallicola Nelson, 1907); Arizona-Baumwollschwanzkaninchen (S. audubonii arizonae Mearns, 1896; Synonyme: S. audubonii laticinctus (Elliot, 1904), S. audubonii major (Mearns, 1896), S. audubonii rufipes (Elliot, 1904), S. audubonii sanctidiegi (Miller, 1899)); Bailey-Baumwollschwanzkaninchen (S. audubonii baileyi (Merriam, 1897); Synonyme: S. audubonii neomexicanus Nelson, 1907); Niederkalifornisches Baumwollschwanzkaninchen (S. audubonii confinis J. Allen, 1898); Sinaloa-Baumwollschwanzkaninchen (S. audubonii goldmani (Nelson, 1904), als Lepus arizonae goldmani beschrieben); Kleines Baumwollschwanzkaninchen (S. audubonii minor (Mearns, 1896); Synonyme: S. audubonii parvulus (J. Allen, 1904)); Colorado-Baumwollschwanzkaninchen (S. audubonii warreni Nelson, 1907; Synonyme: S. audubonii cedrophilus Nelson, 1907).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko; Vereinigte Staaten von Amerika).

-          Literatur: Bailey (1932); Chapman & Willner (1978); Hoffmann & Smith (2005); Nelson (1904, 1907); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Smith & Brown (2019).

 

            Sylvilagus cognatus E. W. Nelson, 1907 (Manzano-Baumwollschwanzkaninchen/Manzano Mountain Cottontail):

-          Bestand: Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Neumexico).

-          Literatur: Bailey (1932); Nelson (1907); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Smith & Ruedas (2016).

 

            Sylvilagus nuttallii (Bachman, 1837) (Berg-Baumwollschwanzkaninchen/Nuttall’s Mountain Cottontail):

-          Unterarten: Nuttall-Baumwollschwanzkaninchen (S. nuttallii nuttallii (Bachman, 1837); Synonyme: S. nuttallii artemesia (Bachman, 1839)); Granger-Baumwollschwanzkaninchen (S. nuttallii nutallii grangeri (J. A. Allen, 1895); Synonyme: S. nuttallii perplicatus Elliott, 1904); Rocky-Mountains-Baumwollschwanzkaninchen (S. nuttallii pinetis (J. A. Allen, 1894), als Lepus sylvaticus pinetis beschrieben).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Kanada: Alberta, Britisch-Kolumbien, Saskatchewan; Vereinigte Staaten von Amerika: Arizona, Colorado, Idaho, Kalifornien, Montana, Nebraska, Nevada, Neumexiko, Nord-Dakota, Oregon, Süd-Dakota, Utah, Washington, Wyoming).

-          Literatur: Chapman (1975); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Smith & Brown (2019).

 

            Sylvilagus cunicularius (Waterhouse, 1848) (Mexikanisches Baumwollschwanzkaninchen/Mexican Cottontail):

-          Unterarten: Hidalgo-Baumwollschwanzkaninchen (S. cunicularis cunicularis (Waterhouse, 1848); Synonyme: S. cunicularis verae-crucis (Thomas, 1890)); Durango-Baumwollschwanzkaninchen (S. cunicularis insolitus (J. A. Allen, 1890));Acapulco-Baumwollschwanzkaninchen (S. cunicularis pacificus (Nelson, 1904), als Lepus veraecrucis pacificus beschrieben).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko).

-          Literatur: Cervantes et al. (1992); Lorenzo & Lanier (2019); Nelson (1904); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus graysoni (J. A. Allen, 1877) (Tres-Marias-Baumwollschwanzkaninchen/Tres Marias Cottontail):

-          Taxonomie: Von Allen zunächst als Lepus graysoni beschrieben und später von Lyon (1904) in die Gattung Sylvilagus gestellt. Nach Chapman & Ceballos (1990) ist graysoni eng mit Sylvilagus cunicularius verwandt.

-          Bestand: Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko: Nayarit (Tres-Marías-Inseln)).

-          Literatur: Allen (1877); Cervantes (1997); Chapman & Ceballos (1990); Lorenzo & Lanier (2019); Lyon (1904); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus insonus (E. W. Nelson, 1904) (Omilteme-Baumwollschwanzkaninchen/Omilteme Cottontail):

-          Taxonomie: Ursprünglich als Lepus insonus beschrieben.

-          Bestand: Daten defizitär.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko: Guerrero).

-          Literatur: Cervantes & Lorenzo (1997); Lorenzo, Brown & Lanier (2019); Nelson (1904); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus robustus (Bailey, 1905) (Texas-Baumwollschwanzkaninchen/Robust Cottontail):

-          Taxonomie: Bailey beschrieb die Form ursprünglich als Lepus pinetis robustus. Nelson (1909) klassifizierte kurze Zeit später robustus als eigenständige Art innerhalb der Gattung Sylvilagus, während Hall & Kelson (1951) das Texas-Baumwollschwanzkaninchen als Unterart von S. floridanus betrachteten. Ruedas (1998) konnte aber in seinen Untersuchungen den Artstatus von robustus untermauern.

-          Bestand: Gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Neumexico, Texas; möglicherweise auch Mexiko: Coahuila).

-          Literatur: Hall & Kelson (1951); Nelson (1909); Ruedas (1998); Ruedas & Smith (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus floridanus (J. A. Allen, 1890) (Östliches Baumwollschwanzkaninchen/Eastern Cottontail):

-          Unterarten: Chiapas-Baumwollschwanzkaninchen (S. floridanus chiapensis (Nelson, 1904), als Lepus floridanus chiapensis beschrieben); Altamira-Baumwollschwanzkaninchen (S. floridanus connectens (Nelson, 1904), als Lepus floridanus connectens beschrieben); Holzner-Baumwollschwanzkaninchen (S. floridanus holzneri (Mearns, 1895), als Lepus sylvaticus holzneri beschrieben); Michoacán-Baumwollschwanzkaninchen (S. floridanus restrictus Nelson, 1907); Nebraska-Baumwollschwanzkaninchen (S. floridanus similis Nelson, 1907).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nord-, Mittel- und Südamerika (Kanada; Vereinigte Staaten von Amerika; Mexiko; Guatemala; El Salvador; Nicaragua; Honduras; Costa Rica; Panama; Kolumbien; Venezuela).

-          Literatur: Bailey (1932); Chapman, Hockman & Ojeda (1980); Nelson (1904, 1907); Nielsen & Lanier (2019); Niethammer & Angelici (2003); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus truei (J. A. Allen, 1890) (True-Baumwollschwanz-Kaninchen/True’s Cottontail):

-          Taxonomie: Die von Allen als truei beschriebene Form wird meist noch als Unterart von Sylvilagus gabbi geführt. Neben Unterschieden in der Schädel- und Zahnmorphologie ergaben die Analysen von Ruedas et al. (2017) aber auch genetische Unterschiede. So steht truei verwandtschaftlich S. floridanus nahe, während gabbi enger mit S. brasiliensis verwandt ist. Daher wird hier truei als separate Art gezählt.

-          Bestand: Nicht bewertet; (von der IUCN aktuell noch unter Sylvilagus truei geführt).

-          Verbreitung: Mittelamerika (Mexiko; Belize; Guatemala).

-          Literatur: Ruedas et al. (2017); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus obscurus Chapman, Cramer, Dippenaar & Robinson, 1992 (Appalachen-Baumwollschwanzkaninchen/Appalachian Cottontail):

-          Taxonomie: Sylvilagus obscurus weist gegenüber S. transitionalis nur geringe Abweichungen in der mitochondriellen DNA auf, lässt sich aber anhand von Unterschieden im Karyotyp und morphometrischen Daten separieren.

-          Bestand: Potenziell gefährdet (Vorwarnliste).

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Alabama, Georgia, Kentucky, Maryland, Nord-Carolina, Pennsylvania, Süd-Carolina, Tennessee, Virginia, West-Virginia).

-          Literatur: Barry & Lanier (2019); Chaprman et al. (1992); Edelman (2019); Litvaitis et al. (1997); Ruedas, Dowler & Aita (1989); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus transitionalis (Bangs, 1895) (Neuengland-Baumwollschwanzkaninchen/New England Cottontail):

-          Terra typica: Liberty Hill in Connecticut, Vereinigte Staaten von Amerika.

-          Taxonomie: Ursprünglich von Bangs als Lepus sylvaticus transitionalis beschrieben. Die Art weist gegenüber S. obscurus nur geringe Abweichungen in der mitochondriellen DNA auf, lässt sich aber anhand von Unterschieden im Karyotyp und morphometrischen Daten separieren.

-          Bestand: Gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, New York, Rhode-Insel, in Vermont möglicherweise ausgestorben).

-          Literatur: Bangs (1895); Chapman (1975); Chaprman et al. (1992); Fay & Chandler (1955); Litvaitis et al. (1997); Litvaitis & Lanier (2019); Ruedas, Dowler & Aita (1989); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus andinus (Thomas 1897) (Anden-Baumwollschwanzkaninchen/Andean Cottontail):

-          Taxonomie: Zunächst als Lepus andinus beschrieben, wurde die Form später oft als Unterart oder Synonym von Sylvilagus brasiliensis eingestuft. Ruedas et al. (2017) konnten in ihren Analysen einen Artstatus für andinus unterstützen.

-          Bestand: Daten defizitär.

-          Verbreitung: Südamerika (Kolumbien; Venezuela; Ekuador; Peru; Bolivien).

-          Literatur: Ruedas et al. (2017); Ruedas & Smith (2019); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus daulensis J. A. Allen, 1914 (Daule-Baumwollschwanzkaninchen/Daule Cottontail):

-          Taxonomie: Die Form daulensis wird meist als Unterart bzw. Synonym von andinus oder brasiliensis geführt. Ruedas et al. (2019) folgend handelt es sich aber eher um eine eigenständige Art.

-          Bestand: Nicht bewertet.

-          Verbreitung: Südamerika (Ekuador).

-          Literatur: Ruedas et al. (2019); Smith et al. (2018).

 

            Sylvilagus aquaticus (Bachman, 1837) (Sumpfkaninchen/Swamp Rabbit):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika).

-          Literatur: Chapman & Feldhamer (1981); Lanier & Nielsen (2019).

 

            Sylvilagus palustris (Bachman, 1837) (Marschlandkaninchen/Marsh Rabbit):

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Vereinigte Staaten von Amerika: Alabama, Florida, Georgia, Nord-Carolina, Süd-Carolina, Virginia).

-          Literatur: Chapman & Willner (1981); McCleery & Lanier (2019).

 

            Sylvilagus bachmani (Waterhouse, 1838) (Kalifornisches Strauchkaninchen/Californian Brush Rabbit):

-          Taxonomie: Zunächst als Lepus bachmani beschrieben und später von Lyon (1904) in die Gattung Sylvilagus gestellt. Je nach Quelle werden sechs bis 13 Unterarten angegeben. Ich folge hier Hoffman & Smith (2005) mit sechs Unterarten und liste die anderen sieben beschriebenen Formen als Synonyme. Es wird zudem diskutiert, ob Sylvilagus mansuetus ebenfalls eine Unterart von S. bachmani darstellt. S. mansuetus wird hier aber als separate Spezies gezählt.

-          Unterarten: Westliches Kalifornisches Strauchkaninchen (S. bachmani bachmani (Waterhouse, 1838); Synonyme: S. bachmani macrorhinus Orr, 1935, S. bachmani riparius Orr, 1935, S. bachmani trowbridgii (Baird, 1855), S. bachmani virgulti Dice, 1926), Cedros-Strauchkaninchen (S. bachmanni cerrosensis (J. Allen, 1898)), Graues Kalifornisches Strauchkaninchen (S. bachmani cinerascens (J. Allen, 1890); Synonyme: S. bachmani mariposae Grinnell & Storer, 1916), Südliches Niederkalifornisches Strauchkaninchen (S. bachmani exiguus Nelson, 1907), Nördliches Niederkalifornisches Strauchkaninchen (S. bachmani howelli Huey, 1927; Synonyme: S. bachmani peninsularis (J. Allen, 1898), S. rosaphagus Huey, 1940), Oregon-Strauchkaninchen (S. bachmani ubericolor (Miller, 1899); Synonyme: S. bachmani tehamae Orr, 1935).

-          Bestand: Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko; Vereinigte Staaten von Amerika).

-          Literatur: Chapman (1974); Hoffmann & Smith (2005); Kelly, Lorenzo & Álvarez-Castañeda (2019); Lyon (1904); Nelson (1907); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Waterhouse (1838).

 

            Sylvilagus mansuetus E. W. Nelson, 1907 (San-José-Strauchkaninchen/San José Brush Rabbit):

-          Die Art wird gelegentlich auch als Unterart von Sylvilagus bachmani betrachtet, stellt aber nach den Ergebnissen von Ruedas et al. (2017) eine separate Spezies dar.

-          Bestand: Vom Aussterben bedroht.

-          Verbreitung: Nordamerika (Mexiko: San José-Insel).

-          Literatur: Lorenzo & Álvarez-Castañeda (2019); Nelson (1907); Ruedas et al. (2017); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Thomas & Best (1994).

 

 

 

Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae > Bunolagus

 

 

Bunolagus

Bunolagus monticularis

 

            Genus Bunolagus Thomas, 1929 (Gattung Buschmannhase/Genus Bushman Rabbits):

-          1 Art; Generotypus: Bunolagus monticularis (Thomas, 1903).

-          Taxonomie: Zeitweise als Untergattung in Lepus geführt, aber von Angermann (1966) wieder als separate Gattung gelistet. Während die von Robinson & Dippenaar (1987) erfassten morphometrischen Daten das Zuordnungsproblem allein nicht lösen können, unterstützen Analysen des Karyotyps sehr gut den Gattungsstatus (Robinson & Skinner, 1983) von Bunolagus. Untersuchungen von Matthee et al. (2004) und Robinson & Matthee (2005) lassen auf eine nahe Verwandtschaft zur Gattung Pentalagus schließen.

-          Bestand: Vom Aussterben bedroht.

-          Verbreitung: Südafrika (Südafrika: Nordkap- und Westkap-Provinz).

-          Literatur: Angermann (1966); Corbet (1983); Ellerman & Morrison-Scott (1951); Hoffman & Smith (2005); Matthee et al. (2004); Robinson & Dippenaar (1987); Robinson & Matthee (2005); Robinson & Skinner (1983); Thomas (1903, 1929).

 

            Bunolagus monticularis (Thomas, 1903) (Buschmannhase/Riverine Rabbit):

-          Taxonomie: Von Thomas als Lepus monticularis beschrieben.

-          Bestand: Vom Aussterben bedroht.

-          Verbreitung: Südafrika (Südafrika: Nordkap- und Westkap-Provinz).

-          Literatur: Collins, Bragg & Birss (2019); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Thomas (1903).

 

 

 

Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae > Pentalagus

 

 

Pentalagus

Pentalagus furnessi

 

            Genus Pentalagus Lyon, 1904 (Gattung Ryukyu-Kaninchen):

-          1 Art; Generotypus Pentalagus furnessi (Stone, 1900).

-          Literatur: Lyon (1904); Stone (1900).

 

            Pentalagus furnessi (Stone, 1900) (Ryukyu-Kaninchen/Amami Rabbit):

-          Terra typica: Amami-Oshima (Ryukyu-Inseln) in Japan.

-          Taxonomie: Zunächst als Caprolagus furnessi beschrieben, wurde das Ryukyu-Kaninchen kurz darauf von Lyon (1904) in die eigene Gattung Pentalagus gestellt. Die Art gilt als sehr ursprünglich. Es sind keine Unterarten beschrieben.

-          Biologie: Ursprünglich in dichten Primärwäldern bis 694 m Höhe. Während Reviere von Männchen sich mit Revieren von Weibchen und anderen Männchen überlappen, kommt es bei Weibchenrevieren zu keinen Überlappungen untereinander. Die meiste Aktivität findet in einem Umkreis von 100-200 m um den Bau statt. Der Kaninchenbau liegt meist in Tälern mit dichtem Waldbestand.

-          Bestand: Stark gefährdet; Rote Liste Japan Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Ostasien (Japan: Ryukyu-Inseln (Amami-Oshima, Tokunoshima)).

-          Literatur: Abe (1963, 2000); Corbet (1983); Hayashida, Otsuka & Nishinakagawa (1967); Hoffman & Smith (2005); Lyon (1904); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Stone (1900); Yamada (2015); Yamada & Cervantes (2005); Yamada & Smith (2016).

 

 

 

Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae > Caprolagus

 

 

Caprolagus

Caprolagus hispidus

 

            Genus Caprolagus Blyth, 1845 (Gattung Borstenkaninchen/Assam Rabbits):

-          1 Art; Generotypus Caprolagus hispidus (Pearson in McClelland, 1839).

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich, in Anspielung auf das borstige Fell, von den griechischen Wörtern Καπρος für „Eber“ und λαγως für „Hase“ ab. Die Gattung hat ihren Ursprung möglicherweise im späten Miozän und breitete sich im Pleistozän bis nach Java (Indonesien) aus, während heute nur noch eine Art am Südrand des Himalayas existiert. Nach genetischen Studien stellt Caprolagus die Schwestergattung zu Oryctolagus dar.

-          Bestand: 1 Art Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Südasien (Nepal; Indien: Assam, Uttar Pradesh, Westbengalen; Bangladesch; Bhutan).

-          Literatur: Blyth (1845); Matthee et al. (2004); McClelland (1839); Robinson & Matthee (2005); Winkler, Flynn & Tomida (2011).

 

            Caprolagus hispidus (Pearson in McClelland, 1839) (Assam-Borstenkaninchen/Hispid Hare):

-          Holotypus/Terra typica:

-          Taxonomie: Zunächst als Lepus hispidus beschrieben, stellte Blyth (1845) die Art aufgrund der morphologischen Besonderheiten wenige Jahre später in die neue, monotypische Gattung Caprolagus. Es sind keine Unterarten beschrieben.

-          Bestand: Stark gefährdet.

-          Verbreitung: Südasien (Nepal; Indien: Assam, Uttar Pradesh, Westbengalen; Bangladesch; Bhutan).

-          Literatur: Aryal et al. (2012); Aryal & Yadav (2019); Bell (1986); Bell, Oliver & Ghose (1990); Blanford (1888); Blyth (1845); Hoffman & Smith (2005); Maheswaren (2002); McClelland (1839); Molur et al. (2005); Nath & Machary (2015); Oliver (1979); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Tandan et al. (2013); Yadhav et al. (2008).

 

 

 

Theria > Eutheria > Boreoeutheria > Euarchontoglires > Glires > Duplicidentata > Lagomorpha > Leporidae > Oryctolagus

 

 

 

 

 

Oryctolagus algirus

Oryctolagus

 

 

 

 

Oryctolagus cuniculus

 

 

 

 

            Genus Oryctolagus Lilljeborg, 1874 (Gattung Wildkaninchen/Genus European Rabbits):

-          2 Arten; Generotypus Oryctolagus cuniculus (Linnaeus, 1758).

-          Taxonomie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich von den griechischen Wörtern Ορικτης für „graben“ und λαγως für „Hase“ ab. Nach genetischen Studien stellt Oryctolagus die Schwestergattung zu Caprolagus dar. Das Taxon algirus (Loche, 1858) wird häufig noch als Unterart von cuniculus geführt. Beide Arten trennten sich aber bereits vor 2 Millionen Jahren.

-          Synonyme: Cuniculus Meyer, 1790.

-          Literatur: Lilljeborg (1874); Linnaeus (1758); Loche (1858).

 

            Oryctolagus algirus (Loche, 1858) (Iberisches Wildkaninchen/Iberian Rabbit):

-          Terra typica: Umgebung von Algier, Algerien.

-          Taxonomie: Ursprünglich von Loche als Cuniculus algirus beschrieben. Oryctolagus algirus wird häufig noch als Unterart von O. cuniculus gelistet. Die Ergebnisse von genetischen, parasitologischen, morphologischen und reproduktionsbiologischen Untersuchungen untermauern aber einen eigenen Artstatus.

-          Synonyme: O. habetensis Cabrera, 1923; Oryctolagus huxleyi Haeckel, 1874; O. oreas Cabrera, 1922.

-          Bestand: Nicht bewertet; (von der IUCN aktuell noch unter Oryctolagus cuniculus geführt); Population abnehmend.

-          Verbreitung: Südwesteuropa (Portugal; Spanien), Nordafrika (Marokko; Algerien); eingeführt auf einigen Inseln im Mittelmeer, sowie auf den Azoren und den Kanarischen Inseln.

-          Literatur: Alda & Doadrio (2014); Cameiro et al. (2014); Ferreira et al. (2015); Kaetzke, Niedermeier & Massetti (2003); Loche (1858); Schai-Braun & Hackländer (2016); Smith et al. (2018); Villafuerte & Delibes-Mateos (2019).

 

            Oryctolagus cuniculus (Linnaeus, 1758) (Europäisches Wildkaninchen/European Rabbit):

-          Terra typica: Südeuropa (cuniculus), von Ellerman & Morrison-Scott (1951) Deutschland zugeordnet.

-          Taxonomie: Ursprünglich von Linnaeus als Lepus cuniculus beschrieben. Die Form algirus, die häufig noch als Unterart von Oryctolagus cuniculus gelistet ist, wird hier aufgrund der Ergebnisse von genetischen, parasitologischen, morphologischen und reproduktionsbiologischen Untersuchungen als eigenständige Art betrachtet. Gelegentlich werden die Populationen in Frankreich und auf Kreta noch als Unterarten (brachyotus bzw. cnossius) angeführt, die hier aber als Synonyme angesehen werden. Bereits in der Antike wurde mit der Haltung des Europäischen Wildkaninchens begonnen, woraus sich mit der Zeit das Hauskaninchen entwickelte, das heute global in zahlreichen Zuchtrassen gehalten wird.

-          Synonyme: Oryctolagus borkumensis Harrison, 1952; O. cuniculus cnossius Bate, 1906; O. cuniculus brachyotus Trouessart, 1927; Oryctolagus campestris (Meyer, 1790); Cuniculus fodiens Gray, 1867; O. cuniculus kreyenbergi Honigmann, 1913; Oryctolagus nigripes Bartlett, 1857; O. cuniculus vermicula Gray, 1843; O. cuniculus vernicularis Thompson, 1837.

-          Bestand: Stark gefährdet; Rote Liste Deutschland Potenziell gefährdet (Vorwarnliste); Rote Liste Bayern Nicht gefährdet.

-          Verbreitung: Südwesteuropa (Portugal; Spanien; Frankreich); weltweit in zahlreichen Ländern eingeführt.

-          Literatur: Alda & Doadrio (2014); Aulagnier et al. (2009); Cameiro et al. (2014); Ellerman & Morrison-Scott (1951); Ferreira et al. (2015); Homolka & Zima (1999); Kaetzke, Niedermeier & Massetti (2003); Linnaeus (1758); Meinig, Boye & Hutterer (2009); Rudolph et al. (2017); Schai-Braun & Hackländer (2016); Sharples, John & Bell (1996); Smith et al. (2018); Villafuerte & Delibes-Mateos (2019), Yamada (2015).

 

 

 

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